Weihnachtssprüche für die Großeltern



Die Mama schimpft, die Oma meckert,
denn Enkelchen hat Saft verkleckert.
Auf Omas schöne Weihnachtsdecke

„Das hab ich dir ja gleich gesagt!“
Es ist die Mama, die da klagt!
Und: „Ach, das hab ich kommen sehen!“

Und während alle schimpfen noch,
da klopft es plötzlich „Poch, poch, poch!“
Und alle, alle wundern sich!

„Wer kann dies sein, zu später Stunde?
Von Gästen hab ich keine Kunde!“
Die Oma blickt verwundert drein.

Herein, da kommt der Weihnachtsmann
und tut, was er am besten kann,
verteilt recht viel Geschenke.

Nur Opa fehlt wie jedes Jahr,
Dem Enkelchen war das längst klar,
denn er weiß schon seit einiger Zeit
es steckt der Opa in dem Weihnachtskleid!

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit
sucht Oma sich ihr schönstes Kleid,
steckt Opa in den guten Zwirn
und beide pudern sich die Stirn.

Sie freuen sich, sind aufregt,
denn bald da kommen Gäste.
Sie beide sind gut aufgelegt,
denn schon beginnt das Feste.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
da fällt die Meute ein,
futtert Braten in Besinnlichkeit
und trinkt den guten Wein.

Wenn’s draußen wieder kalt geworden,
dann fallen sie ein, die Kinderhorden,
in Omas warme Stube.

Da duftet es ganz wunderbar,
so gut wie nicht im ganzen Jahr,
nach allerlei Gebäcken.

Denn immer in der Weihnachtszeit,
Da glüht es vor Behaglichkeit
Und es gibt Tee und Plätzchen.

Es ist diese besondere Zeit,
Wo Sachen einfach so verschwinden
Nicht Opa, noch die Eisenbahn,
sind nun mehr aufzufinden.

Dafür hämmerts wie verrückt,
aus Opas dunklem Keller
und keiner weiß, was er da tut,
und erst zur Christnacht wird es heller.

Da taucht das Spielzeug wieder auf,
viel größer und viel schöner,
und Kinder nehmen’s gern in Kauf,
dass sie verschwunden waren.

Kaum wird es draußen schneller dunkel,
da werden Großeltern geheimnisvoll,
man trifft sie oft bei viel Gemunkel,
das finden Enkel richtig toll.

Denn dieses kann nur eins bedeuten,
es ist bald wieder Weihnachtsnacht.
Und wenn dann Kirchenglocken läuten,
wird ein jedes Kind bedacht.

Es ist das selbe jedes Jahr,
Opa verschwindet nach dem Mahl,
und wunder, oh wie wunderbar,
betritt als Weihnachtsmann den Saal.