Sprüche über Verzweiflung



Wo geh´ ich hin, wo komm´ ich her?
Macht es Sinn – ich bin so leer!
Hab´ verloren allen Mut,
Nichts tut meinem Leben gut.
Ich bin allein auf dieser Welt,
Hab´ keine Wohnung und kein Geld.
Niemand will mich bei sich haben,
Kriege aber manchmal Gaben,
Die mich über Wasser halten
Und mir den Alltag neu gestalten.
Zum Sterben bin ich noch zu jung.
Das, was mir fehlt, ist neuer Schwung,
Der mir den richtigen Weg aufzeigt,
Doch die helfende Stimme, sie schweigt …

Aus Verzweiflung nahm ich mir
Das Leben, Gott, ich bin bei Dir!
Nimm´ mich auf in Deine Schar,
Ich bin gläubig und fürwahr
Werd´ ich ein guter Diener sein,
Drum keiner nach mir ewig wein´!

Warum hast Du mich denn verlassen,
Ich such` Dich täglich auf den Gassen.
Bist einfach von mir weggelaufen,
Zurück blieb nur ein Scherbenhaufen.
Unsere Liebe war so groß,
Ich lasse Dich sehr ungern los.
Doch, wenn Du meinst und sagst, ich muss
Dich gehen lassen, ist jetzt Schluss!

Wir waren wie Bruder und Schwester einmal,
Jetzt fahren die Gefühle Berg und Tal.
Keiner weiß, woran es lag.
Wir stritten uns, Tag um Tag.
Erst, wenn wir auseinander gehen
Und den Anderen nie wieder sehen,
Werden wir merken, wie schön es war,
Und plötzlich sind die Gefühle ganz klar.
Nie wollte ich eine andere Frau,
Hinterher ist man immer ganz schlau.
Drum frage ich Dich erneut mit Herz,
Willst Du mich heiraten? Es ist kein Scherz!

Die Tränen rollen herunter die Wangen,
Für immer bist Du von mir gegangen.
Wir waren ein Paar so viele Jahre,
Bis Du verlorst all´ Deine Haare
Von dieser schrecklichen Krankheit Krebs,
Die uns verfolgte überall und stets
Waren wir auf der Hut und voll Angst,
Bis er das Leben Dir nahm, an dem Du so hangst!

Mein Kind, wo bist Du?
Ich habe Dich verloren.
Soll ich Dir folgen
In das dunkle Nichts?
Warum gingst Du vor mir,
Was gab´ Dir das Recht?
Ich vermisse Dein Lachen –
Die Verzweiflung gibt mir den Rest!