Sprüche über sich selbst



Einst wollte ich mit dem Kopf durch die Wand,
mit trotzigem Kopf und sehr wenig Verstand,
doch mit der Zeit hat sich das reguliert,
man muss erst bezahlen, damit man kapiert.

Gott hat zum Menschen mich erschaffen,
drum mache ich mich nicht zum Affen,
nicht für die Liebe zu einem Mann,
der morgen schon wieder weg sein kann.

Ich lasse niemanden mehr in mein Herz,
das brachte mir früher zu viel Schmerz,
denn der Preis der Liebe ist zu hoch,
bringt Eifersucht, Tränen und Ehejoch.

In meinem tiefsten Innern,
da bin ich noch ein Kind,
ich sitze auf der Schaukel,
um mich weht Sommerwind.
In meinem tiefsten Innern
warte ich auf den Prinz,
doch der wird nimmer kommen,
weil Träume Schäume sind.

Wo komme ich her, wo gehe ich hin?
All dies hier ergibt gar keinen Sinn,
dass ich nun mal ein Menschlein bin,
ich nehme es als gegeben hin.

Tief habe ich mich eingesponnen,
in sanfte Träume, Tag und Nacht,
hab‘ nichts verloren und gewonnen,
mir meine eigene Welt erdacht.
Ganz ohne Waffen, ohne Kriege,
ganz ohne Herrscher, deren Siege,
so lebe ich still vor mich hin,
auf meiner Insel, in mir drin.

Gebrochen ist mein Herz schon lange
und mir vor dieser Welt sehr bange,
in der nur Geld und Macht regiert,
das habe ich schon längst kapiert.
Einzig das Wort ist mir noch Waffe,
dass bessere Welt es uns erschaffe.

Ich bin eine Insel in der Welten Meer,
und diese Insel verlass‘ ich nicht mehr,
zu sehr hat das Leben mir zugesetzt,
hat meine Seele für immer verletzt.
Ich bin eine Insel in der Welten Meer.

Früher hatte ich Freunde sehr viel,
das Leben war ein leichtes Spiel,
jetzt sitze ich hier, alt und allein,
das Leben, es kann so grausam sein.