Sprüche über das Wandern



Du wanderst durch die laue Nacht,
die Großstadtlichter hinter Dir,
ist es ein Traum, oder bist Du gar wach,
egal ist es, Du bist jetzt hier!
Am Regenbogen angekommen, siehst Du die Farbenpracht,
die Dunkelheit hatte sie weggenommen, die Stille dieser Nacht.
Nun kannst Du alles erkennen,
so bunt, so schön, so froh,
Du musst nicht weiter durch die Nacht rennen,
die Farben brennen hier lichterloh!

Ich wandere durch den grünen Wald,
der Heimat ach so fern,
hier und da mache ich Halt,
und sehe auf zu meinem Stern.
Er begleitet mich schon mein Leben lang,
durch viele exotische Länder,
und wenn ich den Weg nicht mehr finden kann,
ist er mein gedanklicher Sender.

Wenn viele Menschen zusammengehen,
sich auf die Wanderschaft begeben,
kann man sie alle lachen sehen,
in ihren Augen steht das Leben.
Und sollte einer das Tempo nicht halten,
dann schauen die anderen zurück,
sie werden dann seine Hand halten
und laufen zusammen ins Glück!

Ich kann mich nicht erinnern, so weit gewandert zu sein,
die Berge am Horizont schimmern, hier ist es ruhig, ich bin allein.
Manchmal da sucht man die Einsamkeit,
manchmal da muss man wandern,
weit fort von jeglicher Zweisamkeit,
weit fort von all den anderen.
Kommt man dann wieder, ist die Freude recht groß,
man setzt sich nieder und spricht über sein Los.
Dennoch zieht es mich wieder hinaus in die Welt,
ich wandere einfach weiter,
dahin wo es mir gefällt,
vielleicht als recht einsamer Streiter!

Ich bin nicht Herr Müller, trotzdem macht Wandern Spaß,
auch nicht Herr Schiller, ich sitze dennoch gerne im grünen Gras.
Auf all meinen Wanderungen habe ich vieles gesehen,
es gibt viele böse Zungen, die das nicht wollen verstehen!
Vor allem verschließe ich nie die Augen,
lasse alles durch meine Gedanken gehen,
all die Erfahrungen, die ich kann selbst oft nicht glauben,
wie können andere sie dann verstehen?
Durch meine Seele kann man nicht wandern,
sie ist verschlossen für jedermann,
hier wird sich auch nichts dran ändern,
nur Stücke siehst Du, dann und wann.