Sprüche über das Sterben



Zu früh gingst Du aus dieser Welt heraus,
bist aufgestiegen in die weite Ferne.
Doch deinen Namen, der für immer bleibet,
kennt Deine Seele jenseits aller Sterne.
In diesem uns noch fremden Land
wirst Du geleitet von göttlicher Hand.
Und während wir trauernd und weinend hier stehen,
freuen sich drüben andere, Dich wiederzusehen.
Sind sie doch letztlich mit Dir vereint
im Frieden des Lichts, das in Ewigkeit scheint.

An das Sterben zu denken sind wir nicht mächtig,
erscheint uns das Leben doch viel zu prächtig.
Doch sagt man, der Tod sei ein Neubeginn
sonst hätte so Vieles keinen Sinn.
Drum fürchte Dich nicht vor des Lebens Ende,
vertraue auf Gottes gütige Hände.
Sie nehmen Dich auf und so bist Du geborgen
jetzt und immer, ganz sicher auch morgen.

Der Tod ist ein gefürchtetes Element
nur deshalb, weil man ihn nicht kennt.
Doch wenn das Leben ist voller Schrecken und Pein
kann selbst der Tod ein guter Freund Dir sein.
Du sehnst Dich nach ihm, wenn Du krank bist ohne Pause,
wirst rufen nach Gott, Deinem neuen Zuhause.

Wie eine Raupe sich zum Schmetterling entfaltet,
entflieht die Seele, wenn der Körper erkaltet.
Und wenn der Leib dann in Frieden ruht
erfreut sich die Seele am höchsten Gut.
Wenn sie mit großem Eifer den Tunnel durcheilt
und an seinem Ende im Glanz für immer verweilt.

Fürchte Dich nicht vor dem Ende des Lebens
denn Deine Aufgaben hier waren nicht vergebens.
So sind auch die letzten Stunden im Sterben
für Dich ganz persönlich und nicht zu vererben.
Wir alle gehen diesen Weg ganz allein
leise und stille, so wird es wohl sein.

Unvergesslich ist das Lächeln auf Deinem Gesicht
so friedlich und herrlich, man glaubt es fast nicht.
Kann doch der Tod etwas Schönes sein,
wo doch Dein Ausdruck ist wunderbar rein.
Er nimmt mir die Angst, ich bin nicht mehr befangen,
denke, warum nur bin ich den Weg nicht gegangen.
Das Leben ohne Dich ist so schmerzlich und schwer,
denn ich vermisse Dich von Tag zu Tag mehr.