Religiöse Ostersprüche



Osternacht

In Dunkelheit warten wir ohne uns selbst zu sehen.
Die Finsternis lässt uns nicht schlafen.
Ob Du schon auferstanden bist?
Ob Du uns findest hier im Dunkeln?
Du wirst uns finden, weil wir Dich suchen.
Du wirst uns finden, weil Du uns schon lange kennst.
Du wirst uns finden, denn Du bist nur wegen uns hier.

Osterfeuer

Der Schein der Flammen flackert und wir drängen uns um das Feuer
Hinter uns drängt uns das Dunkel noch näher ans Licht
Doch das Feuer verbrennt das Holz und wird verglühen
Also richten wir unseren Blick auf ein anderes Holz
Das Zeit und Welt überdauert hat
Und uns heute noch erreichen will.

Ostermorgen

Schwarz ist die Nacht die uns einhüllt
Kalt der Wind der uns ins Gesicht bläst
Feuchtigkeit kriecht uns die Schuhe empor.
Schwer ist die Schuld die auf jedem lastet.

Grau ist der Himmel und langsam können wir sehen.
Doch immer noch stehen wir orientierungslos
Auf der Suche nach dem Weg.
Von Ferne sehen wir den schwarzen Schatten des Kreuzes
Und wir laufen auf ihn zu.

Rot schimmert es blutig am Horizont
Und doch gibt es uns Hoffnung
Denn es ist nicht Tod der dort wartet.
Das Kreuz ist leer und verlassen
Die Nacht muss endgültig weichen:
Wir warten am Fuß des Kreuzes.

Licht strahlt vom Horizont entgegen
Und vertreibt unsere Dunkelheit.
Zwischen Wolken und Bäumen hindruch
Leuchtet es uns unaufhaltsam ins Gesicht.
Wir blinzeln. Die Wärme tut gut.
Der Tag erwacht zu neuem Leben
Und mit Dir leben wir.

Ostertag

Ein neuer Tag, ein neues Leben
Ein neuer Start wartet auf jeden, der neu starten möchte.
Gott selbst gibt uns den Tag, das Leben und die Kraft
Ein Leben zu führen das die Welt bereichert.
Denn wer das Dunkel kennt
Für den leuchtet der Tag umso heller
Und wem einmal die Augen geöffnet worden sind
Kann die Möglichkeiten sehen, die einem täglich in den Weg gelegt werden.