Nachdenkliche Sprüche zum Posten auf Facebook



Jeder Schritt treibt uns voran,
wie ein Flügelschlag uns treibt.
Weil jeder Flügel schlagen kann,
der ungern sitzen bleibt.

Doch ändern sich die Sterne
und ändern sich die Zeiten,
es streben Menschen gerne,
in unbekannte Weiten.

Ob aber auch die neue Welt
nun and’re Zeiten bringt,
merkt so mancher stille Held
erst wenn die alte Welt verklingt.

Ein Sturm zieht auf in fernen Nächten,
die Stolz und Kampf und Reue brächten,
wenn nur der Recke hier am Tage,
sich vorwärts in die Ferne wage.

Die Sicherheit ist ihm sein Schild,
das ihm als höchstes Gute gilt.
Die Hände hebt er wie zum Schutze
dem Regen entgegen, dem Wasser zum Trutze.

Die Welt sind ihm die kleinen Räume
voller wohl sortierter Träume,
doch weiß er nicht, dass eingemauert
auch in ihm ein Träumchen lauert.

Der Spaten sticht in festem Maß
in dunkelschwarze Erde.
Hebt Stich für Stich das nasse Gras,
das bald gelüftet werde.

Er gräbt sich tief ins kalte Reich
und öffnet alte Wunden.
Mit jedem Stich da werd ich bleich
in trauernden Sekunden.

Denn reich ich dich der Erde wieder,
zittert mir das Herz.
Seh ich dich und senk dich nieder,
brennt mir ein kalter Schmerz.

Doch geb ich dich wie eine Pflanze
nur der Mutter Schoße wieder.
Denn wie der Staub im Winde tanze,
ranken deine neuen Glieder.

Wie rote Blüten wohl erprobt
zur Sonne sich erheben,
wie man ihr warmes Lichte lobt,
so lobt auch sie dein Leben.

Das Meer ist kalt und salzig nass,
die Erde modrig und voll Sand,
es schneidet, piekt und biegt das Gras,
es staubt und schneit an Land.

Schwer und zäh wie warmes Blei
liegt Alltag in der Welt.
Nur der Himmel schön und frei
erhellt den Blick zum Wolkenzelt.

Einmal sehen mit fremden Augen,
in fremden Schuhen gehen.
Einmal in die Ferne schauen,
vor fremden Küsten stehen.

Einmal gänzlich anders denken,
mit Wagemut und Tatendrang
Schiffe oder Völker lenken,
am Wendepunkt der Zeit entlang.

Einmal durch antiken Sand
mit tausend Freunden streifen.
Einmal durch das fernste Land
am Rand der Welten schweifen.

Ein Blick in tausend Bücherzeilen,
lädt ein zum Reisen und Verweilen
und bringt tausende Gedanken
In des Geistes enge Schranken.