Kurze Nikolausgedichte für Erwachsene



Nikolaus, lieber Nikolaus,
was holst Du aus dem Sack heraus?
Bestimmt ist da was Tolles drin,
weil ich auch brav gewesen bin!

Wer zieht da Nachts von Haus zu Haus?
Sieh – Es ist der Nikolaus!
Er kommt heran mit schwerem Schritt
und bringt uns viel Geschenke mit.
Gern öffnen wir ihm unsre Tür
– Nikolaus, wir danken Dir!

Ein lautes Pochen an der Tür
Will da jemand rein zu mir?
Vorsichtig schaue ich raus
und da steht der Nikolaus!

So schnell ich kann, lass ich ihn rein,
gastfreundlich will man schließlich sein!
Und ich seh auch den schweren Sack
den er auf dem Rücken hat.

Zunächst biet ich dem alten Mann
erstmal was zu trinken an.
Doch er winkt nur freundlich ab,
die Zeit ist mal wieder viel zu knapp.

Nur kurz will er uns hier beehren
um sein Säcklein auszuleeren.
Und das nehmen wir auch gerne an
Von Nikolaus, dem guten Mann!

Sankt Niklaus ist ein guter Mann
von dem man viel erzählen kann.
Bringt Gaben für die braven Kinder,
Knecht Rupprecht straft die bösen Sünder.
Geht jedes Jahr von Tür zu Tür
Nikolaus, hab Dank dafür!

St. Niklaus kommt mit Rupprecht an,
er ist ein guter, strenger Mann.
Aber dieser finstre Knecht
dem ist jede Strafe recht.
Wehe, wehe, droht der Besen,
„Bist du denn auch brav gewesen?“
Unter Niklaus strengem Blick
weicht das Kind ein Stück zurück,
versteckt sich hinter Mamas Bein,
fühlt sich plötzlich allzu klein.

Doch St. Niklaus schimpfet nicht
es schleicht ein Lächeln in sein Gesicht,
greift in den Sack voll guter Gaben:
„Sag, mein Kind, willst du was haben?“
Das Kind hat keine Angst nun mehr
freuet sich der Gaben sehr.
Viel später schläft das Kindelein
in seinem weichen Bettchen ein
und denkt mit leichtem Herzelein:
„So schön sollts alle Tage sein!“