Esoterische Weihnachtssprüche



Es gibt ein Geheimnis um diesen Tag,
ein Kind, wie’s auf Erden noch keines gab,
geboren, um unter Qualen zu sterben,
zu retten die Menschen vor dem Verderben.
Und Engel, so süß, mit Harfenklang,
begleiten das Kind gleich von Anfang an,
das Kind, das ein König von höheren Sphären,
doch menschliche Mutter durfte es gebären.

Engel, süß wie kleine Knaben,
Engel, mächtig, voller Zorn,
Weihnachtsbäume voller Gaben,
und ein Kindlein ward‘ gebor’n.
Himmel voller kaltem Schnee,
Welten voller heißem Weh,
Jahr um Jahr mahnt uns das Kind,
dass wir so vergänglich sind.

Nicht im Geschenk liegt Weihnachten,
und nicht in Tannen voller Kerzen,
auch nicht in Metten, Andachten,
die Weihnacht wohnt in unseren Herzen.
Sie wohnt in einer kleinen Tat,
die Gutes statt des Bösen wählt,
dort geht sie auf, die Weihnachtssaat,
denn nur die Liebe ist’s, die zählt.

Der Himmel ist wohl nicht hoch droben,
die Hölle war unter uns wohl nie,
wir haben beide gesponnen, gewoben
mit schier unerschöpflicher Fantasie.
Der Himmel, der ist hier auf Erden,
nicht nur zur Weihnacht, jeden Tag,
und hier kann’s auch zur Hölle werden,
wenn Mensch der Menschlichkeit entsagt.

Es reicht nicht, in der Kirche zu knien,
es reicht nicht, ein paar Münzen zu spenden,
der Wahrheit kann man nicht entfliehen,
wenn Gott einst abrechnet mit uns am Ende.
Es reicht nicht, Weihnachtsbäume zu schmücken,
einen jeden Menschen müssen wir beglücken,
solange ein Kind nur des Hungers noch stirbt,
da haben wir alle das Paradies schon verwirkt.

Ist’s eine Frau, oder ein Mann?
Wer weiß das schon, es ist nicht wichtig,
jedoch, was Gutes wir getan,
das wird auf ewig niemals nichtig.
Es steht in unseren kleinen Seelen,
die Schwarzes und auch Weißes kennen,
die das eine oder andere wählen,
das ist, was Menschen Freiheit nennen.
Und Weihnacht ist’s, das uns ermahnt,
nicht ewig währt dies Erdensein,
schon immer haben wir’s geahnt,
die Rechnung schreiben wir ganz allein.